Pampiger Puderzucker – Jasmin Zipperling

Das Bild zeigt das Buch "Pampiger Puderzucker" auf dem Cover ist der Titel zu lesen und der Weihnachtsschlitten, in dem Nami, Wichtel Michi und Papa Takeshi sitzen, hinter ihnen der große Sack mit den Geschenken. Das Buch trägt eine Weihnachtsmütze, rechts daneben steht eine weiße Kerze mit gelben Sternen darauf, vor dem Buch liegt ein kleines Geschenkpäckchen.

Titel: Pampiger Puderzucker
Autorin: Jasmin Zipperling
Verlag: Edition Roter Drache
Lektorat: Juri Pavlovic
Korrektorat: Sarah Nierwitzki u. Marie Mönkemeyer
Sensitivity Reading: Victoria Linnea
Cover u. Illustrationen: Esther Wagner
Buchgestaltung: Holger Kliemannel
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-968-150-857
Seiten: 66

Klappentext

Die siebenjährige Nami hat nur einen einzigen Wunsch zu Weihnachten: Endlich einmal Heiligabend mit beiden Eltern feiern!
Doch wie jedes Jahr muss Mama ausgerechnet an diesem Tag arbeiten.

Nami ist enttäuscht, doch dann entdeckt sie in Mamas marzipanduftigem Arbeitszimmer eine versteckte Tür hinter dem Bücherregal. Der geheime Gang führt zu einer zauberhaften Arbeitsstätte mit kichernden Weihnachtskugeln, einer Spielzeugeisenbahn, die mit Spekulatius beladen ist, und jeder Menge kleiner Wesen, die schrecklich beschäftigt sind.

Schnell erfährt Nami: Das ist die Weihnachtswerkstatt! Ob das etwas damit zu tun hat, dass Mama ausgerechnet zu Heiligabend nie Zeit hat?

Ab 5 Jahren geeignet.

Meine Meinung

Vielen lieben Dank an Zippi, dass ich das Buch bereits testlesen und nun das fertige Endprodukt in einer Leserunde lesen und rezensieren darf. Danke auch an das Team Roter Drache, den als Verlagsbloggerin unterstütze ich den Verlag von Herzen gerne!

Zurück in die Weihnachtswerkstatt, darauf habe ich mich gefreut. Mit Nami präsentiert uns Jasmin Zipperling eine neue Protagonistin. Sie und ihre Eltern Giovanna und Takeshi sind mir richtig sympathisch geworden.

Auf das Wiederlesen mit Angelina und Michi, dem fluchenden Wichtel habe ich mich sehr gefreut und es gibt auch ein kurzes Wiedersehen mit Hopsi und Moritz.

Pampiger Puderzucker ist eine Geschichte, die leise daherkommt und uns dazu einlädt alte Traditionen zu überdenken und neu zu denken, aber auch liebgewonnenes beizubehalten.

Stereotype werden aufgebrochen und diverse Familienkonstellationen gezeigt ohne laut darauf hinzuweisen.

Den Kindern und auch Erwachsenen wird wunderbar erklärt, dass nicht alle Menschen auf die selbe Weise Weihnachten feiern und stellt damit auch die Frage, was bedeutet Weihnachten für uns? Bedeutet es Geschenke? Bedeutet es in die Kirche zu gehen? Bedeutet es Zeit mit seinen Liebsten zu verbringen?

Wir alle haben unterschiedliche Vorstellungen vom Weihnachtsfest, was nicht nur an unterschiedlichen Glaubensrichtungen liegt, sondern eben auch daran womit wir aufgewachsen sind. Wo unterschiedliche Sichtweisen sind, kommt es auch zu Reibereien und Streitigkeiten. Die sich aber aus dem Weg räumen lassen, wenn man mit einander spricht und sich gegenseitig zuhört.

Eine Postkarte, in der Mitte ist Wichtel Michi zu sehen, er trägt sein grün/rotes Weinachtsoutfit, eine Sonnenbrille und eine grüne Weihnachtsmütze unter der seine roten Haare hervorgucken. In seiner rechten Hand hält er eine rot/weiß gestreifte Zuckerstange. Über ihm steht der Schriftzug "Hasta la Ingwer, Baby!"
Unter ihm steht "Er geht erst schlafen, wenn alle Kinder ihre Geschenke haben"

Ich glaube, dass sich die Kinder gut mit Nami identifizieren können, denn die Welt verändert sich, im Kleinen und im Großen und es ist okay verwirrt oder unsicher zu sein und Fragen zu stellen. Nur wer neugierig bleibt lernt dazu.

Jasmin schafft es mit „Pampiger Puderzucker“ alte Werte und Traditionen aufzubrechen und neuzudenken ohne sie komplett zu verteufeln. Sie vermittelt Vielfalt, Akzeptanz, Offenheit und Zusammenhalt ohne die Moralkeule zu schwingen.

Und Esther Wagners Illustrationen unterstreichen und verdeutlichen das auf wunderbare Weise, sie gewähren uns einen Blick in die Geschichte und fachen unsere Fantasie an.

Mich erinnerte Takeshi in einem Bild so ein bisschen an Michael Jackson, was so nicht beabsichtigt war, aber bei seiner Mimik kam mir der sofort in den Sinn.

Ich mag die Weihnachtswerkstatt mit ihren kichernden Weihnachtskugeln, musikalischen Wolken und biegsamen Möbeln und mit Michis Flüchen („Himmeldonnerglöckchen“, „Zickiger Zuckerguss“, „Pampiger Puderzucker“) fühle ich mich gleich wieder daheim in der Weihnachtswerkstatt.

Denn wer bereits „Himmeldonnerglöckchen“ und „Zickiger Zuckerguss“ gelesen hat und es mochte, wird mit warmen Keksen und Kakao in der Weihnachtswerkstatt empfangen.

Insgesamt eine wunderbar wohlige Geschichte, zum gemeinsamen Lesen oder auch selber lesen einlädt. Sie verbindet statt zu spalten und ermutigt Veränderungen anzunehmen und mitzugestalten.

Macht es euch gemütlich, zündet Kerzen an oder gemütliche Lichter, macht euch einen Tee oder Kakao, stellt Plätzchen dazu und lest dieses Buch.


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